Anti-Atom-Frühlingsfest am AKW Neckarwestheim
Grüne Jugend bei Anti-AKW Demo
Kirchheim. Rund 5000 TeilnehmerInnen zeigten am 21.März deutlich ihre Einstellung zum Atomkraftwerk Neckerwestheim. Ein Drittel der DemonstratenInnen waren Jugendliche –dazu zählen auch wir!
Dass wir nicht nur Jugendliche waren, die die Flagge der Grünen Jugend mit sich trug, zeigten wir gleich an unserer kleinen Aktion zu Beginn. Einige von uns machten es sich zur Aufgabe, die Armbinden mit der Aufschrift „Ordner“ mit einem Filzstift zu „OrdernIn“ zu korrigieren.
Anschließend machten wir uns gemeinsam auf den Weg vom Bahnhof Kirchheim zum EnBw AKW und staunten nicht schlecht über die Länge des Zugs. Besetzt mit GJlern aus ganz Baden-Württemberg und ProtestteilnehmerInn aus Europa. Man spricht von der größten Protestaktion gegen AKWs der letzten 20 Jahre –trotz Regenwetter.
Die EnBw wollte mit einem gewaltigen Würfel „Liebe Sonne, ich mag dich und ich will dich. Aber ohne Kernkraft fehlt mir was. Dein Stromnetz“ sich behaupten. Es dauerte nicht lang, da kletterten Aktivisten von „Robin Wood“ hoch und präsentierten ihr eignes Transparent.Die OrganisatorenInnen der Veranstaltung zeigten ihr Engagement für eine Atom-Freie-Zukunft, indem sie das längste Anti-Atom-Transparent mit vielen TeilnehmerInnen über eine Strecke von 1,5 km spannten.Doch wir hatten auch unsere eigne Aktion.An unserem Stand hatten wir es auf die Kleinen und Junggebliebenen abgesehen. Mit dem Motto „ Bastel dir deine eigene Windkraftanlage“ wollte wir nicht nur den geplanten Bau der Windkraftanlage bei Ingersheim unterstützen, sondern auch dafür sorgen, dass die ganz Kleinen gleich mit richtigen Stromerzeugungsmöglichkeiten vertraut werden, wo sie doch den ganzen Tag vor dem Atomkraftwerk herumstehen musste. Der Knaller war aber unsere Wurfbude.- Entlagerung?!- gar nicht mehr nötig, denn bei uns konnte man die Atommülldosen einfach mit Bällen abwerfen und hat dafür sogar noch leckere Reiswaffeln gewonnen. Jede Menge BesucherInnen haben ihre Wurfkünste erprobt und sich nebenher einen Begriff von unserer Organisation gemacht. Einige unserer Dosen wurden beim Abbau entwendet, Gerüchten zu folge, wurden diese auf dem Gelände des Stromerzeugers gesichtet. Wenn sich das Konservenessen gut darin gehalten hat, dann wird der Atommüll erst recht keine Gefahr mehr darstellen. Man hört ja, dass Experten sich um die Müllentsorgung kümmern sollen, politisch interessierte Experten möchte man hinzufügen. Wir freuen uns auf Nachrichten bezüglich unserer Dosen! Fazit des Tages: Immer mehr Menschen scheinen der Atomlobby auf die Schliche zu kommen und haben keine Lust mehr sich von großen Energiekonzernen durch hübsche Werbeplakate etc das Märchen vom „grünen“ Atomstrom vorgaukeln zu lassen. Wir hoffen, dass auf die deutlichen Signale aus der Bevölkerung, Konsequenzen auf Regierungsebene folgen werden und solange demonstrieren wir auf jeden Fall weiter.
Hier mal ein paar Bilder vom Anti-Atom-Frühlingsfest am AKW Neckarwestheim:

