Schwabenstreich
Wir haben viele Aktionen zum Schwabenstreich. Ein paar findet ihr hier.
”Liebe Gemeinde, lasst uns S21 begraben!”
Ludwigsburg. Unter diesem Motto veranstalteten wir am Dienstag, den 10.August einen Trauermarsch durch die Innenstadt. Wir trugen den Sarg mit der Aufschrift und bekamen entsprechend viel Aufmerksamkeit seitens der Passantinnen und Passanten. 3 Stunden Zeit hatten wir uns genommen, um den Sarg aus zwei Umziehkartons zu bauen. Dann gings los um 18uhr in Ludwigsburg vom Bahnhof, durch die Fußgängerzone über dem Marktplatz zum Rathaus. Wir forderten Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu auf sich über Stuttgart 21 Gedanken zu machen, warum sie dagegen seien und ihre Gründe auf einem Post-It zu schreiben und unseren Sarg damit zu bekleben. Pünktlich um 19h fand der Schwabenstreich dann auch in Ludwigsburg statt. Mit Vuvuzela, Trillerpfeifen und lautem Geschrei wollten wir Ludwigsburg aufwecken, sagen, dass das Prestigprojekt auch für unsere Stadt durch aus eine Bedeutung hat, vorallem weil wir an dem Projekt mitzahlen müssen! Ein weiterer Grund, weshalb einige Bürgerinnen und Bürger gegen das Projekt waren, war, dass durch den Bau eine ganze Jugendkultur ausgelöscht wird. Clubs und Treffs werden abgerissen, zwar für die Allgemeinheit kein großer Verlust, mag sein, aber eben für jene Kleingruppen die durch ihre Vielfältigkeit erst eine Großstadt ausmachen! Weiter besorgt zeigten sich Jugendliche auch um das viele Geld, das woanders anschließend fehlen würde. Deshalb lautet unsere Devise: OBEN BLEIBEN!
Mit Trommeln und Trompeten gegen Stuttgart 21
In Gerlingen fand am Samstag, den 31. Juli ein sogenannter „Schwabenstreich“ statt.
Seit letzter Woche heißt die Devise: Egal wo mensch sich gerade befindet, jeden Tag um 19:00 Uhr 60 Sekunden Lautsein gegen Stuttgart 21. Walter Sittler und Volker Lösch riefen am Mittwoch auf dem Stuttgarter Rathausplatz zum ersten Schwabenstreich auf. Hunderte brachten Gegenstände, mit denen Krach gemacht werden kann, von Metalltöpfen bis Vuvuzelas.
Auch in Gerlingen ließen wir es am Samstag, fast pünktlich um 19.00 Uhr fetzen. Die Grüne Jugend Gerlingen rief zum Flashmob auf! Es versammelten sich ca. 20 K21 BefürworterInnen auf dem Rathausplatz, auch ein Juso war darunter. Mit Tröten, Trillerpfeifen, Tamburins, Rufen und Klatschen demonstrierten die Gerlinger Grünen ihre Haltung zu dem neuen Wahnsinnsbahnhof.
Seit Freitag stehen die Bauzäune um den Nordbahnhofflügel, die Landesregierung will mit dem baldigen Abriss klare, unumkehrbare Fakten schaffen. Der Bund hat die Mittel für die Neubaustrecke Wendlingen- Ulm noch nicht genehmigt, ohne diese aber der neue Durchgangsbahnhof seinen letzten Sinn verliert.
Deshalb finden sich nun jeden Abend in der ganzen Region Stuttgart 21- Gegner zusammen, um täglich Präsenz zu zeigen. Mit Rufen wie zB „Wessen Bahnhof? – Unser Bahnhof!“ oder „Steht auf, wenn ihr Schwaben seid!“ soll auf das Unsinnsprojekt lautstark aufmerksam gemacht werden. Das Ziel ist es, den Protest dauerhaft in der Gesellschaft etablieren. Das tolle an dieser Form des friedlichen Widerstands ist, dass jeder überall mitmachen kann, ohne direkt am Bahnhof anwesend zu sein.
Außerdem soll durch das Lautsein bei Menschen das Interesse an dem 7Mrd Projekt geweckt werden.
OBEN BLEIBEN!!



