Umfrage zum Thema „Sicherheitsmaßnahmen bei einem Reaktorunglück“ war voller Erfolg
Pressemitteilung; Ludwigsburg; 10.04.10
Katastrophale Informationslage der Bevölkerung
Die Grüne Jugend Kreis Ludwigsburg führte am Samstag den 10.04 eine kleine, aber interessante Umfrageaktion zum Thema „Sicherheitsmaßnahmen bei einem Reaktorunglück“ durch. Zweck der Umfrageaktion war, herauszufinden inwiefern die Bevölkerung überhaupt über die Maßnahmen und Sicherheitsempfehlungen des Katastrophenschutzes informiert ist. Dazu wurden Passanten in der Fußgängerzone, dem Marktplatz und vor dem Bahnhof befragt. Die Fragen bezogen sich alle auf die Informationsbroschüre „Sicherheit für uns alle“ der EnBW Kernkraft GmbH.
Das Ergebnis war deutlich: Nur wenige wussten überhaupt, was ein Super-GAU ist, den ABC-Alarm hätten nur ein Drittel der Befragten erkannt. Auch was für Schutzmaßnahmen man im Falle eines Reaktorunfalls für sich selbst ergreifen kann, konnte der Großteil der Befragten nicht sagen, die Meisten gaben an, sich einem solchen Falle auf Rundfunk und Fernsehen zu verlassen und die dort durchgegebenen Anordnungen zu befolgen. Fataler Leichtsinn, sollte sich die Radioaktivität sehr schnell ausbreiten!
Von den von der Evakuierungsbehörde so angepriesenen Iodtabletten zum Schutz gegen Krebs hatten nur wenige etwas gehört und viele davon glaubten auch nicht an deren Wirkung. Wo die Bevölkerung diese im Notfall erhalten würde, wusste im Prinzip niemand.
Weiters lässt sich sagen, dass nur Wenige sich ausreichend über mögliche Sicherheitsmaßnahmen informiert sahen und der Großteil der Befragten sich eher unsicher und gar bedroht durch Atomkraftwerke fühlt. Die Grüne Jugend fordert deswegen vom Staat und den Kernkraftwerksbetreibern mehr Aufklärung über die Schutzmaßnahmen im Falle eines Reaktorunglücks insbesondere bei einem Unfall im Atomkraftwerk Neckarwestheim!
Hier das Ergebnis unserer Umfrage:

